Häufige Fragen

F?

Wodurch unterscheiden sich eine konventionelle und eine Montessori-Grundschule?

A.

Der wesentliche Unterschied ist, dass die Schülerinnen und Schüler einer Klassenstufe nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt denselben Lernstand erreicht haben müssen. Vielmehr geht es darum, ihnen ein möglichst freies Fortschreiten in ihrer individuellen Lernentwicklung zu ermöglichen. Was wann gelernt wird, hängt vom individuellen Entwicklungsstand sowie den individuellen Interessen des Kindes ab. Lernziele und Lerninhalte des staatlichen Lehrplans werden innerhalb der vier Jahre Grundschulzeit den Kindern entsprechend ihrer sensiblen Phasen angeboten.

Dies ermöglicht ihnen, je nach Entwicklungsstand und Begabung, schneller oder langsamer in der Aneignung von Lerninhalten und der Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie dem Erwerb von Arbeitstechniken voranzuschreiten, als es der thüringer Lehrplan vorsieht. Erst am Ende der 4. Klassenstufe müssen sich die Schülerinnen und Schüler den staatlichen Bildungsmaßstäben im Hinblick auf Lerninhalte und Leistungsniveau stellen. Die Aufgabe des Lehrers ist deshalb die eines liebevollen Begleiters und aufmerksamen Beobachters, der die Bedürfnisse des Kindes erkennt und die entsprechenden Bedingungen zu dessen Förderung und Entwicklung schafft und gewährleistet.

F?

Wie wird der tägliche Unterricht/ der Tagesablauf gestaltet?

A.

Jeder Tag gliedert sich in drei Arbeitsphasen mit zwischenzeitlichen Essens- und Bewegungspausen. Unterrichtsbeginn ist täglich 8:15 Uhr, Unterrichtsende 15:20 Uhr. Der Frühdienst empfängt Ihr Kind bereits ab 7.30 Uhr. Um 8.15 Uhr beginnt der Tag mit einer 2-stündigen fächerübergreifenden Freiarbeit, in der die Kinder aus dem Angebot an didaktisch hochwertigen Arbeitsmitteln ihre Arbeit auswählen und in Einzel-, Partner- oder Kleingruppenarbeit durchführen. Die Lehrerin berät gegebenenfalls die Kinder, zeigt den Gebrauch der Arbeitsmittel und achtet darauf, dass die Übungen sachgerecht durchgeführt werden.

Der ersten Freiarbeitsphase folgt das gemeinsame Frühstück der Stamm-Lerngruppe. In gemütlicher Atmosphäre wird dabei regelmäßig vorgelesen. An zwei Tagen der Woche wird den Kindern selbst angebautes oder mitgebrachtes Obst/Gemüse gereicht. Dieses wird vom jeweiligen Obstdienst der Klasse angerichtet. Wenn ein Kind Geburtstag hat, wird dieser dann auch zur Frühstückszeit mit einem kleinen Geburtstagsritual gefeiert. Dem Frühstück folgt dann eine Spielpause auf dem Schulhof.

In der sich anschließenden 2. Arbeitsphase teilt sich die Stamm-Lerngruppe häufig. Während ein Teil der Stammgruppe in Freiarbeit lernt, finden sich andere Kinder der Gruppe in fachgebundenem, durch die Lehrkraft thematisch und zeitlich strukturiertem Unterricht den Klassenstufen entsprechend zusammen.

Nach intensiver Arbeits-/Lernzeit am Vormittag haben unsere Schülerinnen und Schüler von 12:45 Uhr bis 13:45 Uhr Zeit zum Mittagessen, zum Ausruhen sowie zum Bewegen auf dem Hof, der Fußballwiese und verschiedenen Spielebenen.

In der 3. Arbeitsphase des Tages finden die Kinder am Nachmittag mit erfrischten Kräften noch einmal Anregung und Gelegenheit zum Lernen. Dabei findet hauptsächlich Unterricht im musisch-kreativen, naturwissenschaftlichen oder eher praktischen Bereich statt. Um 15:30 Uhr  treten die Kinder ihren Heimweg an.

Wenn Sie neugierig geworden sind und unsere Schule kennen lernen möchten, dann rufen Sie an und vereinbaren mit uns einen Gesprächsermin Tel.: 03605 542875. Oder besuchen Sie uns zum Tag der offenen Tür – Wir freuen uns über Ihr Kommen!

F?

Sind die Richtlinien und Lehrpläne des Landes Thüringen auch für die Montessorischule verbindlich?

A.

Ja, sie sind auch für unsere Schule verbindlich. Die Richtlinien stehen nicht im Widerspruch zur Montessori- Pädagogik, sondern bilden die Grundlage unserer Arbeit. Die Anzahl der Fachunterrichtsstunden ist die gleiche wie an staatlichen Schulen und wird aufgrund unseres  Ganztagskonzeptes durch zusätzlich vertiefende Angebote ergänzt.

Durch die besondere Herangehensweise beim Montessori-Bildungsweg, gilt wie für alle Montessorischulen auch für die Montessori Schule „Kleeblatt“, dass sich erst am Ende der vierten Klassenstufe das Leistungsniveau unserer Schülerinnen und Schüler mit den staatlichen Bildungsmaßstäben vergleichen lässt. Bis dahin lernen die Kinder mit dem Freiraum für individuelle und klasseneigene Lehrpläne. Das Materialangebot der vorbereiteten Umgebung entspricht den Lerninhalten des Lehrplans und gewährleistet dessen Umsetzung im Rahmen der Grundschulzeit.

F?

Gibt es Noten und Zeugnisse?

A.

Ziffernnoten gibt es nicht, jedoch eine kontinuierliche Leistungsrückmeldung auf verschiedenen Wegen. Dazu gehören motivierende Gespräche mit dem Kind selbst bezüglich seiner täglichen Arbeit sowie die unmittelbare Möglichkeit zur Selbstkontrolle bei den meisten Montessori-Lernmaterialien.

Zeugnisse erhalten die Kinder halbjährlich in Form eines über die Jahre geführten Buches, welches jedem Schulanfänger am Ende des ersten Schulhalbjahres feierlich überreicht wird. Neben den persönlichen Daten des Kindes werden dort für jedes Fach die laut Lehrplan zu vermittelnden Grundkompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten aufgeführt. Jeweils zum Halbjahr wird der aktuelle Leistungsstand des Kindes vermerkt. Am Ende des Schuljahres bekommt jedes Kind eine schriftliche Wort-Beurteilung in Form eines persönlichen Briefes seiner Lehrerin, in dem seine Entwicklungsschritte und Erfolge gewürdigt und Empfehlungen für das weitere Lernen gegeben werden.
Ergänzend zu dieser schriftlichen Form der Leistungsdokumentation findet jeweils einmal im Halbjahr ein Treffen von Eltern und Pädagogen statt, in dem der Lernstand des Kindes besprochen wird. Im ersten Halbjahr der 4. Klassenstufe wird in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Schülerin/ Schüler, Eltern und Pädagogen-Team erörtert, welche Form der weiterführenden Schule dem Kind am besten gerecht wird.

Nach der Grundschulzeit besuchen unsere Schüler die bekannten weiterführenden Schulen der Region (Regelschule, Gymnasium).

F?

Was geschieht nach Vollendung des 4. Schuljahres?

A.

Die Kinder besuchen die regulären weiterführenden Schulen in der Umgebung. Die Wahl der Schulform hängt dabei von der durch uns als Grundschule gegebenen Schullaufbahnempfehlung ab. Diese wird in der Schulkonferenz für jedes Kind unter Betrachtung seines Leistungsstandes beraten und mit dem Kind und seinen Eltern in einem Beratungsgespräch erörtert.

In den folgenden Wochen besuchen dann unsere Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 4 ihre künftigen weiterführenden Schulen zu den festgelegten „Schnuppertagen“.

F?

Sind beim Übergang zu anderen Schulen besondere Schwierigkeiten zu erwarten?

A.

Ziel der 4- jährigen Grundschulzeit muss es sein, den reibungslosen Übergang auf eine weiterführende Schule zu gewährleisten. Die Kinder, die bislang unsere Schule durchlaufen haben, zeigten in den weiterführenden Schulen die vom Lehrplan geforderten Kenntnisse und darüber hinaus viele zusätzliche Fähigkeiten. Sie sind mit verschiedenen Unterrichtsformen vertraut: mit Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, mit Freiarbeit und Klassenunterricht. Die Lern- und Arbeitshaltung ist meist sehr gut ausgebildet. Auch die Eltern unserer Schulabgänger bestätigen uns den positiven Übergang auf die weiterführende Schule.

F?

Welche Voraussetzungen für den Besuch unserer Schule sind zu erfüllen?

A.

Voraussetzung für den Besuch Ihres Kindes an unserer Montessori-Schule ist eine positive Einstellung zum Schulkonzept und Vertrauen in unsere Arbeit. Die Montessorischule Beuren ist für alle schulfähigen Kinder geeignet. Die Kinder werden zum Schuljahresbeginn aufgenommen und eingeschult. Die Altersgrenzen entsprechen denen der staatlichen Grundschulen. Ein Quereinstieg ist nur bedingt möglich, je nachdem wie voll die Lernguppen bereits sind.

Unser Anspruch ist es, den Grundsätzen der inklusiven Entwicklung zu folgen. So sollte die Zusammensetzung der Lerngruppen möglichst heterogen sein. Um gute Entwicklungs- und Lernbedingungen für alle Kinder zu ermöglichen, ist es uns wichtig, dass die Gruppen möglichst ausgewogen sind in Hinsicht auf Geschlecht, Alter und bezüglich der individuellen Fähigkeiten, welche das „Besondere“ eines jeden Menschen einschließen, ganz gleich ob es sich um Hochbegabung oder Beeinträchtigung in einem bestimmten Bereich handelt.

Quereinsteiger in den höheren Klassenstufen sind in den meisten Fällen nicht sinnvoll. Bitte bedenken Sie, dass die Kinder bei uns vom ersten Tag an mit den Lern-Techniken und dem besonderen Lernmaterial der Montessori-Pädagogik vertraut gemacht werden. Diese sind jeweils aufeinander aufbauend gestaltet; ein Quereinstieg in die 3. oder 4. Jahrgangsstufe konfrontiert ein zugeschultes Kind dann zusätzlich zum aufregenden Schulwechsel noch mit ganz „neuen“ Anforderungen. Aus diesem Grund müssen solche Anfragen ganz individuell besprochen und entschieden werden.

F?

Kann ich mir vor Ort ein Bild von der Schule machen?

A.

In regelmässigen Abständen zum Tag der offenen Tür steht Ihnen das Team unserer Kleeblatt-Schule für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Verschaffen Sie sich Klarheit und lernen Sie unser umfangreiches Montessori-Material kennen. Gern führen wir Sie durch unsere Schule und machen Sie mit den verschiedenen Themen und Arbeitsbereichen bekannt. Die Termine dazu finden Sie auf unserer Webseite unter der Rubrik „Termine“. Ebenso hat man nach vorheriger Absprache die Möglichkeit, einen Hospitationstermin zu vereinbaren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

F?

Wie kann ich mein Kind anmelden?

A.

Falls Sie sich für einen Schulplatz interessieren, füllen Sie bitte diesen Anfragebogen aus und schicken ihn ab. Im Oktober vor der geplanten Einschulung werden Sie zusammen mit Ihrem Kind zu den  Gesprächs- und Schnuppertagen eingeladen.

Dort lernen die Pädagogen Ihr Kind kennen und treffen eine Auswahl für die ausgewogene Zusammensetzung der zukünftigen Lerngruppe. Um gute Entwicklungs- und Lernbedingungen für alle Kinder zu ermöglichen, ist es uns wichtig, dass die Gruppen möglichst ausgewogen sind. Dabei achten wir auf Geschlecht und individuelle Fähigkeiten, welche das "Besondere" jedes Menschen einschließen, ganz gleich, ob es sich um Hochbegabung oder Beeinträchtigung in einem bestimmten Bereich handelt.

Für eine Aufnahme spielen demnach Konfession, Eltern-Einkommen oder Herkunft keine Rolle.

Die Anmeldung wird durch den Abschluss des Schulvertrages verbindlich.

Anfragebogen